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Lesebuch zur Eberstädter Geschicht

Lesebuch zur Eberstädter Geschicht
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Produktbeschreibung

Lesebuch zur Eberstädter Geschicht

Geschichtsverein Eberstadt/Frankenstein (Hrsg,)

Sehr erhellend ist das einführende Kapitel von Peter Engels, eine Rede, die der Leiter des Stadtarchivs schon im März 2007 anlässlich des Festakts „1225 Jahre Eberstadt“ hielt. Informativ und kurzweilig führt Engels den Leser unter dem Titel „Gereimtes und Ungereimtes aus der Eberstädter Geschichte“ durch die Jahrhunderte, beleuchtet Hochs und Tiefs der Siedlung – von der Gründung im Jahr 782 über wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis zum Niedergang als Folge des Dreißigjährigen Kriegs (1618-1648), der die Siedlung um Jahrzehnte zurückwarf.
Damals starben rund drei Viertel der Bevölkerung, unter anderem an von den Soldaten eingeschleppten Krankheiten wie der Pest. Auch spätere kriegerische Auseinandersetzungen, darunter der Pfälzische Erbfolgekrieg oder die Kriege zwischen Preußen und Österreich, sorgten für große Not unter der Bevölkerung.

Wie trostlos der Dorfalltag Mitte des 18. Jahrhunderts war, schilderte seinerzeit Pfarrer Johannes May. Der Geistliche berichtete von tief verschuldeten Bürgern, die „dem Leichtsinn, Müßiggang und Trunk ergeben“ waren.
Auch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert wird beleuchtet. Dabei hat Eberstadt laut Engels „eine Entwicklung genommen, die an Dynamik und Rasanz alle vorhergehenden Epochen übertrifft“. Als Beispiel dient die Einwohnerzahl: Sie stieg von knapp 2500 im Jahr 1857 auf fast 8000 im Jahr 1914. Das Buch greift viele Facetten der Geschichte auf und widmet einzelnen Ereignissen oder Themenkomplexen ganze Kapitel. So fasst Wolfgang Weißgerber 400 Jahre Eberstädter Schulen zusammen, wohingegen Maria Partsch über die Schulen im 20. Jahrhundert schreibt. Die Geschichte der elf Eberstädter Mühlen stellt Friedrich Kirschner dar.
Erich Kraft, Vorsitzender des Vereins und Hauptautor des ersten Bandes, widmet sich unter anderem „diesen widerspenstigen Eberstädtern“ und dem Wappen, dem Jubiläumsbrunnen am Kirchenaufgang. Zudem geht er der Frage nach, wie alt Eberstadts Kirche nun wirklich ist.
Die Zeit des Nationalsozialismus in Eberstadt spielt ebenfalls eine Rolle. So beschreibt Robert Heß die Ereignisse der Reichspogromnacht am 9. November 1938 in Eberstadt; das Kriegsende 1945 hat sich Franz Best vorgenommen. Inhaltliche Überschneidungen kommen in dem Band zwangsläufig vor. Das mindert allerdings nicht den Lesefluss – jedes Kapitel bietet eine in sich geschlossene Einheit, fast 200 Seiten laden zum Entdecken und Verweilen ein. Bei der typografischen Gestaltung des Lesebuches haben die Macher für einige Beiträge alte Schriftformen verwendet, neben der Schreibschrift auch die in früheren Zeiten als Druckschrift gebräuchliche Fraktur. Historische Authentizität geht eben durchs Auge, zudem soll dieses Jahrhunderte alte Kulturgut nicht in Vergessenheit geraten.
Beeindruckendes Gemälde von Zernin, Historische Fotografien, Bilder und Zeichnungen komplettieren die Darstellungen. Historisches Kartenmaterial und Ansichten von Alt-Eberstadt sind genauso abgebildet wie ein beeindruckendes Gemälde von Heinrich Zernin, das die brennende Kirchgasse im Jahr 1944 zeigt.
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