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Vor hundert Jahren 1917
In diesem vierten Kriegsjahr wird die Not der Bevölkerung im
5 von 5 Sternen!
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Vor hundert Jahren 1917

Vor hundert Jahren 1917
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Art.Nr.: B0117
Bewertung: (1)
HAN: 60 S., 21 cm, Softcover
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Produktbeschreibung

"Vor hundert Jahren"

aus dem 

Centralanzeiger für den Odenwald

Erbacher Kreisblatt

1917


von Heidi Banse

Das Büchlein im Format DIN A 5 hat 60 Seiten und ist mit Bildern aus den damaligen Zeitungen illustriert.

Der Heimat- und Geschichtsverein Lützelbach setzte auch diesem Jahr wieder Schriftenreihe „Vor hundert Jahren fort.
 

 

Kundenrezensionen:

Autor:  am 15.12.2017     Bewertung:5 von 5 Sternen!

In diesem vierten Kriegsjahr wird die Not der Bevölkerung immer größer, erklärt Banse. Im Januar sind im Interesse der Kohlenersparnis die Weihnachtsferien bis 16. Januar verlängert worden. In einem Spar-Rezept für Dickwurzel (im Odenwald „Rummelse“ genannt) sollen diese, „richtig zubereitet, ein wohlschmeckendes und zartes Gemüse“ ergeben. Im Februar wird vom tragischen Tod des Grafen Eberhard zu Erbach berichtet. Im März wird in Erbach die Kriegssuppenküche eröffnet, um Notleidenden zu helfen, „denen es schwer wird, das zum Leben Notwendige in diesen Tagen sich zu verschaffen“. Eine junge Ehefrau, deren Mann “ zurzeit im Felde steht, hat sich die Kehle durchgeschnitten“. Im April sind aus „dem 180 Einwohner zählenden Birkert beinahe ein Sechstel zu den Fahnen geeilt“. In König treffen im Lazarett „35 kranke und verwundete Krieger ein, die mit dem Lazarettzug direkt aus den Kämpfen bei Reims“ kamen. In Erbach können in der Suppenküche täglich nur „etwa 300 Portionen gekocht werden, nur die Allerbedürftigsten sollen davon Gebrauch machen“.

Im Mai wird vor „Feindlichen Flugblättern in der Heimat“ gewarnt. „Das Rindenschälen ist in vollem Gang“, es fehlen aber die Arbeitskräfte. Im Juni teilt das „Kriegsernährungsamt“ mit, dass der Vorverkauf der Ernte 1917 verboten wird, Kaufverträge über Roggen, Weizen, Spelz (Dinkel) werden für nichtig erklärt. Die Sommer- und Herbstferien der Volksschulen werden mit Rücksicht auf die Verwendung der Schulkinder bei den Erntearbeiten“ verlängert. Die Michelstädter Kirchenglocken, „deren prächtiges harmonisches Geläut weit und breit bekannt ist, werden nicht eingeschmolzen, sondern bleiben erhalten. Als Ersatz wird das Glockenspiel für das Vaterland geopfert“.

Im Juli wird in Beerfelden nach Erz geschürft. Im August gibt es in Breitenbrunn „eine sehr seltene Naturerscheinung, einen Mondregenbogen“. Die Herstellung von Papiertaschentüchern wird verboten. Im September treten „Verdunklungs-Maßnahmen wegen der vergrößerten Fliegergefahr“ ein.
Der ganze Artikel: Broschüre blickt auf Ereignisse 1917 (Echo Online, 13.12.2017)
http://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/luetzelbach/broschuere-blickt-auf-ereignisse-1917_18386548.htm


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